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Tagebuch aktuell
Highlights aus dem Tagebuch von Michael Aufhauser - neu vom 12.12.2007

ARCHIV:   2007: Jan, Feb, Mär, Aug, Sep, Okt, Dez
2006: Jan, Feb, Mär, Apr, Mai, Jun, Jul, Aug, Sep, Okt, Nov, Dez
  September 2007


25.09.2007:


Liebe Aiderbichler, aktuelle Info:

Unsere Wildschweine Basti und Reni lieben Eicheln. Leider haben wir in unserer Region zu wenig Eichenbäume, so dass der Nachschub ausbleibt. Wenn Sie die Möglichkeit haben, Eicheln bei Ihrem nächsten Besuch mit nach Aiderbichl zu bringen, für Basti und Reni wäre es das schönste Geschenk!


Aktualisierung Tagebuch Michael Aufhauser:

Montag, der 24. September

Gestern, auf dem Flug nach München, habe ich in der „Welt“ Photographien gesehen, von Lageraufsehern aus Ausschwitz/Birkenfeld. Es handelte sich dabei um ein Photoalbum, das plötzlich aufgetaucht ist, in dem Freizeitbilder der KZ-Aufseher zu sehen sind. Sie wirken nach „getaner Arbeit“ entspannt und lustig, sonnen sich in einer nahegelegenen Erholungshütte. Meiner Freundin Friedel G., Jüdin, die diese Zeit miterlebt hat, hatte ich vor Jahren schon mitgeteilt, dass ich mich vor der Neutralität der Gefühle von Menschen fürchte. Sie stimmte mir zu. Ich rufe sie an und wir sprechen darüber.

Sonntag, den 23. September

Um 1.30 Uhr treffe ich im Hotel in München ein. Salzburg habe ich gleich nach der Sendung „Musikantenstadl“ verlassen. Mir geht durch den Kopf, was für ein wunderbarer Mensch Gerry Friedle (DJ Ötzi) ist. Seine Umarmung beim Stadl war seine Art Danke zu sagen, dafür, dass er den Weg zu den Tieren und zu einer neuen Welt auf Gut Aiderbichl gefunden hat.


Um 11 Uhr fliege ich nach Dresden und fahre von dort nach Meissen. Dresden, wenn man da aus dem Flugzeugfenster schaut, denkt man automatisch an die Bilder, die immer wieder gezeigt werden, als Dresden mit Sulfor-Bomben zerstört wurde. Die Stadt war randvoll mit Flüchtlingen aus dem Osten. In Meissen angekommen, bin ich verwundert darüber, dass ich von allen Seiten her auf der Strasse angesprochen werde. Ich wusste nicht, wie bekannt Gut Aiderbichl und die damit verbundene Person Michael Aufhauser ist. Die Stadt ist wie ein Märchen. Und die Aufnahmen gehen schnell voran. Uta Bresan zeigt mir die Bilder ihres Jüngsten und ihrer kleinen Tochter. Ich freue mich, dass das Team von Ariane- Film sich interessante Frage ausgedacht hat. Der Fahrer der Filmproduktion bringt mich auf das sächsische Staatsgestüt Moritzburg. Dort sehe ich mich privat etwas um und bin überrascht, dass das herbeigerufene Taxi eine Art Limousine ist, mit einem als Fremdenführer ausgebildeten Chauffeur. Auf dem Weg zum Flughafen fahren wir in die Innenstadt von Dresden. Da stehe ich nun vor der Frauenkirche, die ich niemals zuvor gesehen hatte. Ich habe zwar nicht den Krieg, aber die Zeit danach als Kind mitbekommen. In der Kirche findet ein Gottesdienst statt und sie ist für Besucher gesperrt. Nicht für sie, meint der Portier, Herr Aufhauser. Er konnte es nicht fassen, dass er mich am Vorabend im Fernsehen gesehen hatte und ich jetzt um einen kurzen Blick in die Frauenkirche bat. Angekommen in München, fahre ich noch ganz schnell nach Schwabing und treffe dort Dieter Ehrengruber und Holde Sudenn. Auf dem Heimweg ist die Autobahn gesperrt, wegen einer Alkoholkontrolle. Wir müssen so müde ausgesehen haben, dass uns die Polizisten durchwinkten. 

Donnerstag, den 20. September

Am Abend besuche ich mit Uschi Stiedl, die aufgrund des Stadl’s der am Samstag von Salzburg übertragen wird, in der Stadt ist, die Vernissage von Brunhilde Grasser. Vielen von Ihnen kennen Brunhilde Grasser. Sie ist kreative Mitarbeiterin auf Gut Aiderbichl und macht Kinderherzen glücklich mit ihrer Bastelstube an Weihnachten und Ostern. Dass sie auch eine begnadete Malerin ist, erleben wir auf der Ausstellung.

Mittwoch, der 19. September

VOX dreht zwei Tierbeiträge auf Gut Aiderbichl. Ich treffe den TV- und Tierarzt im richtigen Leben, Dr. Wolf. Er kastriert unsere drei Polarfüchse.


Dr. Hergard Spielvogel und Dr. Wolf bei der Kastration




Kalenderwoche 37:

Samstag, den 15. September

Am Abend fahre ich an den Starnberger See zu lieben Freunden und genieße ein privates Abendessen.

Freitag, der 14. September

Ich nehme eine Straussenfarm in Oberösterreich in Augenschein. Die Tiere sind schlecht gehalten und der circa 70-jährige Besitzer, ein ehemaliger Bullenmäster, ist überfordert. Er gönnt sich selbst nichts und gibt seine Situation so weiter an seinen Tierbestand. Obwohl er seit langem keine Tiere verkauft hat, brütet er emsig Straussen-Eier in seinem Brutapparat aus. Die Behörden hatten mich kontaktiert um zu helfen. Aber angesichts der Texte, die ich heute höre, von Seiten des Züchters, wird es schwer sein, den 200 teilweise kranken Tieren zu helfen.  Stur erklärt er, dass die Lebensmittelpreise steigen und Straussen-Fett demnächst als Allheilmittel für Morbus Crohn helfen wird. Sicherlich würde ich unser ohnedies schon etwas übermüdetes Team überzeugen können, sich für die 200 Straussen einzusetzen. Dass sie dann allerdings niemals einen Schlachthof kennenlernen würden, ist klar. Ich bezweifle, dass sich mein Gegenüber das vorstellen möchte.





Donnerstag, der 13. September

Der Landrat und die Oberbürgermeisterin von Deggendorf treffen sich mit mir, den Amtstierärztinnen, Bernd Funda und Dieter Ehrengruber. Es geht um die Weiterentwicklung von Gut Aiderbichl. Die beiden Amtstierärztinnen haben noch einen Termin wahrzunehmen, der die Keulung einiger hundertausend Enten betrifft. Zur Haltung von Enten und der aktuellen Thematik, der in Bayern aufgetretenen Vogelgrippe, empfehle ich Ihnen einen Blick auf unsere Homepage, in der Rubrik: Akte Tier.

Dieter Ehrengruber und ich fahren nach München zu Terminen, und anschließend zu der Eröffnung eines Geschäftes in Eugendorf. Die Frau eines engen Freundes eröffnet gemeinsam mit ihren Freundinnen ein Energiezentrum für Menschen. Auf einem Parkplatz wechsle ich mein Hemd. Eine Passantin schaut durch die Autoscheibe und fragt, ob ich Michael Aufhauser sei.    

Mittwoch, der 12. September

Auf Gut Aiderbichl Bayern wird die Sendung „Die Sprechstunde“ mit Antje-Katrin Kühnemann aufgezeichnet. Das gerade diese Sendung, die vorletzte, die sie nach über 30 Jahren moderiert, auf Gut Aiderbichl stattfindet, ist eine große Auszeichnung für uns. Das Thema kennen wir alle, wie sich Menschen und Tiere wechselseitig gut tun können.


seit vielen Jahren echte Aiderbichlerin: Dr. med Antje-Katrin Kühnemann


Jede einzelne Szene muss genau vorbereitet werden

Am Abend bin ich in Passau zu einem Vortrag des ehemaligen UNO-Generalsekretärs Kofi Annan eingeladen. Die Familie Dieckmann, die Herausgeber der Passauer Neuen Presse ist, laden zu diesem interessanten Abend ein. Ich übernachte im Donauhof in Deggendorf.

Montag, den 10 . September

Ein Termin mit der Landesregierung von Kärnten schafft Klärung. Was soll eigentlich mit dem Köglerhof im Sinne der Wildtiere geschehen? An dem Meeting werden Fragen gestellt, von Seiten des Tierschutzes, der Jägerschaft und des Landes. Die Befürchtungen sind, dass Menschen Wildtiere der freien Wildbahn entnehmen und sie in dem Aiderbichl in Kärnten abgeben.

Unsere Pläne sind leicht einzugrenzen. Es geht nicht um ein Heim für Wildtiere, sondern ganz konkret um einen Platz, auf dem Wildtiere leben können, die Menschen gerettet haben, als sie noch klein waren. Von Menschen mit der Hand aufgezogene Wildtiere.

Hauptsächlich sind es Jäger, Förster und Bauern, die beim Mähen verletzte Tiere oder verwaiste Tiere bei sich aufnehmen. Im Falle von einem kleinen „Bambi“, einem männlichen Tier, also einem Rehbock, wird das zuhause groß gezogene Tier, wenn es geschlechtsreif wird, in der Haltung problematisch. Im Sommer, wenn der Bock sein Bastgeweih abstreift, besteht sein hartes Geweih aus lebensgefährlichen Spitzen. Er versteht nicht, wie gefährlich er ist und im Spiel kann er Menschen schwer verletzen. Hirsche und Böcke kann man auch nicht kastrieren. Man könnte es, aber dann wächst ihnen ein missgebildetes Geweih, das sich teilweise wie eine Haube über den Kopf stülpt und sogar ins Gesicht hinein wachsen kann.

Außerdem haben die Tiere, die beim Menschen aufgewachsen sind oft weniger Interesse an ihren Artgenossen und bleiben in vielen Fälle unangenommene Außenseiter im Wald oder im Großgehege. 

Für diese Tiere, für Fuchsbabys, für schwer verletzte Wildvögel u.v.a. soll das Gut Aiderbichl Kärnten, der Köglerhof eingerichtet werden. Ob es sich bei diesem Hof letztendlich um einen Platz handelt, den man besuchen kann, ist noch nicht beschlossen worden. Schön wäre es allerdings, wenn besonders unsere Kinder Wildtieren sehr nahe kommen könnten, um sie kennen zu lernen.  Aber auch Erwachsenen fehlt in vielen Fällen der Bezug zu unseren heimischen Wildtieren.

Das Treffen endet positiv und Gerüchte, die kursiert haben, sind aus dem Weg geräumt.


Kalenderwoche 36:

Samstag, der 9. September

Ich entschließe mich, angesichts der wichtigen Dinge, die zu erledigen sind, meine vier eingeplanten Urlaubstage in der Folgewoche zu stornieren. Mit der schlechten Nachricht kommt allerdings auch immer etwas Schönes: Heute ist Patentreffen und das kompensiert alles, was man sonst so manchmal erlebt. Die Stimmung auf dem Gut könnte nicht besser sein. Ausgestattet mit Hoffnung und Kraft verlassen am Abend Paten und wir das Gut. 

Donnerstag, der 6. September

Am Montag und Dienstag dieser Woche habe ich bereits die Treffen erledigt, zu denen ich im Saisonmonat August nicht gekommen bin. Der Chefredakteur der Münchner Abendzeitung, Michael Radtke, besuchte das Gut und die Besitzer der Firma WENATEX, Herr und Frau Wernecke, haben mit mir gemeinsam Abend gegessen. Die Zeitschrift News hat Modephotos (ohne Pelze) gemacht und heute treffe ich die Redakteurin einer Illustrierten, die ihre Tochter und ihren Mann mitgebracht hat. Die Tochter liebt Aiderbichl. Tragischerweise ist sie Epileptikerin und bekommt mehrere plötzliche Anfälle täglich. Dieser junge Mensch, dem so eine Bürde aufgelegt wurde, bewältigt das mit einer bewundernswerten Art. Was für ein Glück, dass die Eltern dabei sind und zu dritt schaffen sie es. Ihre Behinderung ist nicht Lebensthema, sondern eine Aufgabe für Drei. 

   
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