Gut Aiderbichl
Magazin bestellen Im Online-Shop suchen
Home
Aktuelles
Tiergeschichten
Tagebuch
Newsletter anmelden
Online spenden
Aiderbichler werden
Spenden per Telefon
Online spenden
Über Gut Aiderbichl
Michael Aufhauser
Philosophie
Geschichte
Erfolge
Ziele
Jahresberichte
Kooperationspartner
Wie kann ich helfen?
Aiderbichler werden
Memberzone Live Kamera
Patenschaften
Sponsoren
Förderer/Mitglieder/Stiftung
Spenden
Unsere Tiere
Patentiere
Besuchen Sie uns
Ausflug nach Henndorf
Ausflug nach Deggendorf
Ausflug nach Iffeldorf
Übernachtungsmöglichkeiten
Termine
Flyer & Infos
Speisekarte
Online Shop
Zum online shop!
Tiervermittlung
Schwarzes Brett
Erfolgreich vermittelte Tiere
Hunde in Not
Vermittelte Hunde
Tierabgabe
Fotos / Videos
Videos
Fotos
Kinderseiten
Biggy Club
Kontakt
Kontaktformular
Jobs / Stellenmarkt
Impressum
 
So werde ich AiderbichlerAffenrefugium Gänserndorf

 
Tagebuch aktuell
Highlights aus dem Tagebuch von Michael Aufhauser - neu vom 12.12.2007

ARCHIV:   2007: Jan, Feb, Mär, Aug, Sep, Okt, Dez
2006: Jan, Feb, Mär, Apr, Mai, Jun, Jul, Aug, Sep, Okt, Nov, Dez
  September 2006


29.09.2006:


Am Abend fahre ich nach Passau, wo ich zu einer Venezianischen Nacht in einem riesigen blütenweißen Zelt von der Verlagsgruppe Passau eingeladen bin. Große Überraschung: Die Direktion und einige Mitarbeiter des weltberühmten Cipriani-Hotels in Venedig gestalten das Essen. Die Chefin des Hauses ist bekannt für großartige Ideen. Ich hatte vorher schon beschlossen, dass ich in München übernachten werde. Es wird spät, spät, spät…

Der Erlös des Abends kommt den Menschen zugute, die als Flüchtlinge in Sizilien eintreffen und dringend unserer Hilfe bedürfen.

28.09.2006:


Als erster kommt heute mein Freund Prof. Hademar Bankhofer. Er weiß genau, wie man in einer Unterhaltungssendung ernste Themen unterbringen kann und bei seinen Wortn bekomme ich Gänsehaut. Heute werden auch Hera Lind und DJ Ötzi aufgenommen für die Sendung „Langer Samstag“. DJ Ötzi heißt eigentlich Gerry Friedle und macht eine sehr positive Entwicklung mit. Sicherlich hat Gut Aiderbichl auch etwas damit zu tun. In einer neuen Sendung wird er wichtige Werte an Kinder vermitteln. Hera Lind darf ich selbst interviewen und sie kommt mit ihren beiden entzückenden Töchtern Fritzi und Franzi.


Prof. Hademar Bankhofer mit seinen
Patenschweinen Newton, Einstein und Möbius


Gerry Friedle alias DJ Ötzi hat auf Aiderbichl
seine Angst vor Tieren verloren


Bestseller-Autorin und treue Aiderbichlerin: Hera Lind



27.09.2006:


Schon wieder Anlass zur Freude. Die Kanalarbeiten auf Gut Aiderbichl sind fertig. Wir sind am Kanalnetz, das doch immerhin 400 Meter weit entfernt ist, angeschlossen. Heute dreht Karl Moik bei uns. Ihm verdanken wir sehr viel. Wahrscheinlich am meisten, was unseren Bekanntheitsgrad betrifft. Es geht ihm gut.


Ur-Aiderbichler: Karl Moik

26.09.2006:


Es regnet. Keine guten Voraussetzungen für die Dreharbeiten. Stefanie Hertel und Stefan Mross kommen zu den Aufnahmen. Stefanie Hertel stellt ihr Lied für Aiderbichl vor. Auf ihrer neuen CD ist es Nr. 11. In Kürze werden wir dieses Lied, bei dem es sich um einen richtigen Ohrwurm handelt, auch auf einer CD präsentieren mit dem Titel „Ein Lied für Aiderbichl“. Die CD wird ab 20. Oktober bei uns erhältlich sein.


Eine Aiderbichlerin schrieb mir, dass sie sich dieses Lied im Rahmen einer Wunschsendung gewünscht hat und es wurde gespielt….

Mein Freund Hans Beierlein ist auch eingetroffen und wir haben viel zu besprechen. Am Ende des Tages, es regnet in Abständen, habe ich eine Chance, mit Stefan Mross zu sprechen.


25.09.2006:


Heute beginnen die Dreharbeiten zur Sendung „Langer Samstag“ am 7. Oktober im MDR. Die Mitarbeiter der Produktionsfirma „ariane-film“ kenne ich, sie sind Freunde. Nach Maxi Arland kommt Patrick Lindner mit seinem Manager Achim Hendel. Auch wir sind seit vielen Jahren Freunde. Gerade im richtigen Moment kommt die Sonne heraus und der unverwüstliche Patrick spricht über seine Liebe zu Gut Aiderbichl. Susanne D´Alquen, die heute Geburtstag hat, kommt mit einem Team des WDR, um einen Mitschnitt von Patrick Lindner zu machen. Die Zeit war zu kurz, um mit Susanne wirklich ausführlich zu sprechen. Wir beide kennen uns so gut, dass es nicht vieler Worte bedarf. Alles Liebe, Susanne!


Maxi Arland mit Freundin Andrea


Patrick Lindner genießt seinen Besuch auf Aiderbichl


24.09.2006:


Ein herrlicher Herbsttag mit vielen Besuchern. Das MDR-Filmteam trifft ein und wir machen eine Begehung.



frisches Heu wird angeliefert: Die Qualität stimmt!





23.09.2006:


Christa Clarin tritt mit einer Bitte an mich heran. Drei Fohlen, deren Schicksal, zum Schlachter zu kommen, beschlossen ist, möchte sie zu uns bringen. Nach allem, was die Clarins in den vergangenen Jahren für uns getan haben, ist es selbstverständlich, dass ich zusage, selbst wenn ich sie in meinem Garten unterbringen müsste…

22.09.2006:


Gemeinsam mit Dieter Ehrengruber gehen wir die herbstlichen Bauvorhaben durch. Auf Gut Aiderbichl treffe ich Andi Englert und die Michels. Die Liebe zu Gut Aiderbichl kennt oft keine Grenzen. Die Michels haben sich eine Wohnung in Salburg genommen.

21.09.2006:


Ich fahre nach Ludwigsburg bei Stuttgart. Ich bin als Talkgast für die Sendung „Nachtcafe“ eingeladen, die am 06. Oktober ausgestrahlt wird. Mein Fahrer und ich sind uns einig, dass wir uns am Nachmittag vor der Aufzeichnung zwei Stunden ausruhen und nach der Sendung gleich nach Salzburg zurückfahren. Die Sendung ist gut geworden, glaube ich. Wieland Backes erlaubt es seinen Gästen auszusprechen und drängt sich nicht selber in den Vordergrund. Auf dem Rückweg machen wir laute Musik, damit wir wach bleiben.





20.09.2006:


Ein Klauenschneider schneidet 60 Ziegen die Klauen und mit Hilfe sensibler Mitarbeiter gelingt es auch, die Minischweine zu kürzen. Missmutig, nicht ängstlich wie die anderen, schreit schimpfend Biggy als die Maniküre bei ihr gemacht wird. Wäre sie des Sprechens mächtig, würde sie sagen: „Wie wagt Ihr es, das steht Euch nicht zu!“

19.09.2006:


Am Abend verfolge ich eine Sendung des Bayerischen Rundfunks (Report). Und mal wieder bestätigen sich meine schlimmsten Vermutungen; ich habe selbst ausführlich immer wieder nachgeforscht, was in der Massentierhaltung vor sich geht – auf Gut Aiderbichl leben fünf Masthühnchen und einige Pietrainschweine. Solche Tiere in der Massentierhaltung sind auf Medikamente angewiesen – ein Ergebnis der Zucht. Vor allem Antibiotika spielen eine große Rolle. Eines davon ist das Antibiotikum Aviapen – bei unkontrollierter Gabe entwickeln sich für den Menschen lebensgefährliche Resistenzen. Jährlich werden davon allein in der Europäischen Union zigtausende Tonnen an unsere Tiere verabreicht.

18.09.2006:


Heute regnet es seit langem wieder einmal. An solchen Tagen sind wir wirklich froh, daß wir uns entschieden haben, vor dem B-Stall (Beruhigungsstall) ein breites Sonnen- und Regendach anzubringen. Während der Bauarbeiten waren die Pferde auf den Weiden und Hans Wintersteller mit seiner Truppe hat den B-Stall gründlich renoviert. Angeknabberte Bretter wurden abgeschliffen oder ersetzt und die Wände gekalkt, neue Verschlüsse an die Boxen angebracht und danach alles ordentlich verputzt.

Als ich am Nachmittag den B-Stall besuche, stelle ich beruhigt fest, daß es diesen Tieren nicht gut, sondern exzellent geht.

Zwischendurch finden immer wieder Büroarbeiten und Meetings statt. Durch den Regen haben sich die Besucherzahlen reduziert. Die Mitarbeiter räumen auf und kümmern sich intensiv um die ca. 250 Gäste.

Hans Wintersteller fährt die Tauben mit dem Good Truck in einen Vogelpark. Dort werden sie großzügig untergebracht und medizinisch versorgt. Jetzt müssen wir entscheiden, ob wir die Tauben in einer großen Voliere dauerhaft im Vogelpark unterbringen oder selbst in Henndorf oder Deggendorf ein Taubengehege errichten.

16.09.2006:


Ein herrlicher Tag mit sichtlich zufriedenen Besuchern, davon mehr als 500 Paten. Die Michels helfen mir beim Verkauf des Buches, Esther Meier und viele, viele Freunde und Paten haben sich eingefunden. Eindeutige Stars des Tages sind die Kaltblutfohlen. Lesen Sie mehr über ihre Geschichte in unserer Akte Tier vom 20.09.



15.09.2006:


Hiltraut und Andreas Merkl bleiben für ein paar Tage hier. Ein Verwandter aus Amerika sowie Erika Swatosch aus Wien kommen auf einen Besuch.

Heute ist der Todestag von Hans Clarin. Seiner Witwe Christa Clarin habe ich die Aufnahme von zwei Haflinger-Hengstfohlen versprochen.


Heute gedenken wir unserem Freund und Aiderbichler der ersten
Stunde: Hans Clarin


14.09.2006:


Noch immer reißt der Besucherstrom nicht ab. Es ist herrliches Wetter und die Besucher nutzen den Sonnenschein für eine Fahrt mit dem Biggy-Express zum Schroffner-Gut. Der Zug, der damals ziemlich teuer war, beginnt sich zu amortisieren.

Ich beobachte mit Freude, daß es uns gelungen ist, nicht nur das beste Tierpflege-Team, sondern auch ein hervorragendes Tourismus-Team aufzubauen. So wird es leichter, die enormen Kosten auch durch Einnahmen zu reduzieren.


Vom Schroffnergut schnell zurück nach Aiderbichl,
um die nächsten Gäste abzuholen

13.09.2006:


Am Morgen treffe ich mich zu einem Abschlussgespräch mit unserem Steuerberater, Dieter Ehrengruber und den beiden Finanzbeamten, die während der letzten Monate eine Steuerprüfung bei uns durchführten.

Ich bin sehr beeindruckt von Dieter Ehrengruber und unserem Steuerberater. Die Prüfung wurde mit einem feinen Kamm durchgeführt und ging einige Jahre zurück. Dass bei all dem Wirbel, der bei uns herrscht, so ordentlich gebucht wurde, verdanken wir jedoch in aller erster Linie Bernadette Linasi, unserer Buchhalterin.

Mittags treffe ich mich mit dem Chefredakteur der Salzburger Kronenzeitung, Hans-Peter Hasenöhrl. Wir verdanken ihm sehr viel. In unserem Gespräch streifen wir auch das Erlebnis unseres Kennenlernens. Wir waren alle sehr aufgeregt, als er das erste Mal das Gut besucht hat. Alles ging glatt, bis ganz zum Schluss, als ein großer Hund ihn ansprang. Er hatte einen feinen Anzug an. Damals reagierte er, in dem er den Hund streichelte. Gestern konnte er sich gar nicht mehr daran erinnern.

Es ist ein warmer Herbsttag und wir können in dem Salettl (Laube) der Riedenburg sitzen. Der Inhaber Hatteyer erzählt mir, dass am Tag davor ein Pferdezüchter dort Abend gegessen hat. Hatteyer outete sich als Aiderbichler und im Gespräch stimme ich der Aufnahme eines kleinen Hengstfohlens zu. Noch ist der Kleine bei seiner Mutter auf der Alm.

Am Abend, nach einigen Stunden Büroarbeit, fahre ich nach Gut Aiderbichl. Alles ist friedlich, den ganzen Tag über sind viele Besucher auf dem Gut und auch viele Handwerker, die sich um Renovierungsarbeiten kümmern.

12.09.2006:


Um 5 Uhr früh schreibe ich die tz-Kolumne, die diesmal vom Terror handelt und von Flüssigsprengstoff im Kulturbeutel. Ab dieser Woche startet die tz-Kolumne wieder. Versprechen Sie sich von dieser Kolumne allerdings keine Lachsalven.

Ich habe mit Prof. Walter Baumgartner, Leiter der Universitätsklinik für Wiederkäuer in Wien und Dr. Michael Bernkopf, seinem Pressesprecher, einen langen Termin auf Gut Aiderbichl. Die Zusammenarbeit zwischen Gut Aiderbichl und der Universitätsklinik in Wien ist mittlerweile legendär.
Hauptsächlich geht es mir darum, von meinem Gegenüber die Einstellung zum „Nutztier“ zu erfahren, von neuen Zuchten und Lösungen, besonders zum Thema Tiertransporte und Haltung.
Ich möchte bei diesem sehr bedeutenden Treffen auch die Gelegenheit nutzen, um unsere Einstellung und unsere Ziele unmissverständlich zu erklären. Oft geht zu viel verloren, wenn andere über uns berichten.
Wir vereinbaren gegenseitige Vorträge und sprechen lange über das Thema Tierethik an der Universität. Fünf Ziegen aus der Klinik werden demnächst zu uns kommen.

Am Abend arbeiten wir an Layouts im Büro. Ein Hund wird auf Gut Aiderbichl angebunden, neben ihm ein Hundejausenpaket. Pfleger Rico tauft ihn Tommy. Als er in der Klinik untersucht wird, findet man einen russischen Chip unter seiner Haut. Sehr mysteriös.

10.09.2006:


Nach einem Frühstück im Garten von Uschi Stiedl fahre ich zurück nach Salzburg und treffe auf dem Gut u.a. Julita Mattes. Sie ist die Schwiegertochter einer verstorbenen Haushälterin aus meiner Münchener Zeit. Die Tierliebe der ganzen Familie ist legendär. Immer wieder nimmt sie arme Hunde und Pferde auf. Dabei muss sie dafür sehr hart arbeiten – sie ist Altenpflegerin. Aber ihr Mann und ihre Kinder unterstützen sie. Und so bewirkt diese Familie sehr viel in Sachen Tierschutz. Das Gut ist überaus gut besucht und Menschen und Tiere machen einen glücklichen Eindruck. Ich bin froh, dass wir für unsere Förderer die Möglichkeit haben, durch die Kameras der Memberzone an so wunderschönen Tagen teilhaben zu können. Nicht jeder wohnt ums Eck.

09.09.2006:


Gott sei Dank schlafe ich nicht sehr tief und so höre ich, dass es unterhalb meines Fensters rumort. Ich öffne die Jalousien und entdecke um 3:30 Uhr unseren Gutsverwalter, der Steinchen an mein Schlafzimmerfenster wirft. Kleine Sünden straft der liebe Gott sofort, denke ich und bereue, dass ich vergessen habe, mein Handy einzuschalten. Die Zeit drängt. Die Ur-Aiderbichlerin Stute Diana, liegt seit einigen Stunden in ihrer Box und kann sich nicht rühren. Tierarzt Sutterlüti und Pferdewirtschaftsmeisterin Eunike Simon versuchen unentwegt, sie zum Aufstehen zu bewegen. Ich mache mich schnell auf den Weg, Dieter Ehrengruber ebenfalls.

Es bestehe kaum mehr eine Chance für dieses Pferd, wird mir berichtet. Diese Information mobilisiert allerdings in mir immer wieder eine Energie, die ich nicht erklären kann. Der Tierarzt hatte versucht, das Pferd zu beruhigen, konnte aber keine Vene für das Beruhigungsmittel finden. Ich rufe einen Nachbarsbauern an und bitte ihn, einen Schussapparat mitzubringen, denn wenn es tatsächlich mit Diana zu Ende gehen sollte und keine Vene fühlbar ist, haben wir auch keine Chance, sie friedlich einzuschläfern. Eunike Simon erzählt mir, dass Diana selbst in sehr erschöpftem Zustand wütend abwehrt, wenn jemand an sie herantritt. Das ist unsere Diana – sie will leben, das steht fest! Wir verdanken es insbesondere Dieter Ehrengruber, Eunike Simon und den landwirtschaftlichen Mitarbeitern, dass es uns nach langer Zeit gelingt, Diana dazu zu bringen, auf ihren Beinen zu stehen. Dabei müssen wir sie mit Gurten hochziehen und in der letzten Phase anschreien und mit der flachen Hand auf sie schlagen. Eunike Simon sagt zu Diana, als sie wieder steht: „Tschuldigung, war nicht so gemeint.“


Gott sei Dank wieder wohl auf: Ur-Aiderbichlerin Diana

Es sind diese Momente, die mir bestätigen, dass man nie die Hoffnung verlieren sollte, und ich meine damit auch alle Menschen, die schwer krank sind oder von Schicksalsschlägen heimgesucht wurden. Es lohnt sich immer, zu kämpfen und den Glauben nicht zu verlieren. Damit Sie sich ein Bild davon machen können, wie diese Momente aussehen, habe ich Ihnen einen Ausschnitt der Filmaufzeichnungen auf diese Webseite gestellt. Sie finden Sie unter der der Rubrik….

Nach einem einstündigen Tiefschlaf fahre ich wieder aufs Gut und gebe ein Radiointerview und treffe Besucher und Aiderbichler.

Um 16 Uhr reise ich nach Wien. Unsere Uschi Stiedl ist verantwortlich für die Sendung ‚Starnacht’ - eine Live-Übertragung von der Kaiserwiese im Prater in Wien. Uschi Stiedl empfängt mich, als wäre ich selbst ein Star. Ungeahnte Dimensionen, was den Aufbau und die Show betrifft – atemberaubend organisiert. Während des Programms treffe ich Freunde und lerne neue kennen. Im Anschluss an die Vorstellung nutze ich die Gelegenheit, mit Francine Jordi und Semino Rossi zu sprechen, ebenso mit Günter Huber. Es kann ruhig spät werden, denn ich übernachte in Wien.


sorgte für eine perfekt orgnisierte Show: Uschi Stiedl


08.09.2006:


Um 6 Uhr läutet der Wecker und gemeinsam mit Susanne d´Alquen und Dieter Ehrengruber samt Töchterchen Laura fahren wir von München in den wunderschönen Ort Rottenbuch im Pfaffenwinkel. Dort befindet sich meine Lieblingskirche. Heute ist Fohlenmarkt. Was ich dort erlebe, habe ich für die tz – Akte Tier geschrieben. Wir stellen meinen Bericht am Donnerstag, den 21.09. ins Internet. So viel sei schon verraten: neun Fohlen und die Zuchtstute Pamela treten die Reise nach Gut Aiderbichl mit uns an. Erschöpft falle ich um halb eins endlich ins Bett – glücklich, aber auch sehr nachdenklich.

07.09.2006:


Stellen Sie sich bloß nicht vor, dass ich den Morgen stereotyp beginne. In meinem zugegeben großzügigen Badezimmer und der davor liegenden Garderobe wohnen zwei aufgeweckte Hündinnen, von denen eine nicht wirklich stubenrein ist. Benny, Lucy und Snoopy schlafen in meinem eigentlichen Schlafzimmer. Zuerst heißt es also, zu wischen, danach erst kann ich ins Bad. In der Regel laufe ich dann einen kleinen Flur entlang, wo bereits Katze Minki vorwurfsvoll ihre Streicheleinheiten einfordert. Die Hunde müssen in den Garten gebracht werden, die Katzen versorgt, und wenn alle zufrieden sind, greife ich zu den Zeitungen.

06.09.2006:


Am Morgen besucht mich eine österreichische Landesrätin. Sie plant Verbesserungen in einem Tierheim und möchte sich auf Gut Aiderbichl inspirieren lassen. Eine befreundete Journalistin bleibt einige Stunden. Sie war schon mit dabei, als Aiderbichl noch nicht ganz fertig gebaut war, und hat sich immer wieder nachdrücklich für uns eingesetzt.
Sie erzählt mir von einem Zeitungsartikel, in dem unsere Arbeit nicht richtig beschrieben wird. Als sie mir den Namen des Autors nennt, fällt mir ein, dass mir ein Ex-Angestellter einmal angeboten hatte, dass gerade eben dieser Autor alles das schreibt, was man ihm diktieren würde. Darauf hatte ich mich nie eingelassen, denn solche Methoden gehören nicht zu unserer Vorgehensweise.

05.09.2006:


Ich bin bereits um 4 Uhr auf dem Gut, um mitzuhelfen und Umstellungen der Arbeitsabläufe auf den Weg zu bringen. Die Mitarbeiter freuen sich, dass ich den täglichen Arbeitsbeginn ein wenig nach hinten verschiebe. Ich plane, vor einem wichtigen Bankmeeting nach Hause zu fahren, um mich zu rasieren, aber alles dauert länger als geplant, und so findet mein Banktermin in Stallkleidung statt.

04.09.2006:


Ich widme mich heute den neuen Mitarbeitern, um ihnen zu einem guten Start auf Gut Aiderbichl zu verhelfen, später erledige ich Büroarbeiten.

Die pathologische Untersuchung von Kuh Segna hat ergeben, dass sie große Krebstumore hatte. Ich tröste mich damit, dass sie sicherlich einen schönen letzten Sommer auf Gut Aiderbichl erleben durfte. Noch immer schaut Lali, ihr Adoptivkalb, suchend aus ihrer Paddock-Box. Wir werden die Patenschaften von Segna auf Lali übertragen und Lilli, die Minikuh, zu Lali stellen, damit sie sich nicht so alleine fühlt.


Der traurige, suchende Blick von Lali


03.09.2006:


Ich stelle fest, daß heute sehr viele Besucher den Tag auf Gut Aiderbichl verbringen, uns so entschließe ich mich kurzerhand, es ihnen gleichzutun und mit anzupacken.

02.09.2006:


Auf Gut Aiderbichl findet der jährliche Nordic Walking Event statt. Werner Sallinger, einer der ersten Paten von Gut Aiderbichl, organisiert einen gelungenen Tag. Ich selbst kann dieses Jahr nicht mitlaufen. Helmut Naderer nimmt meinen Platz würdevoll ein. Ehrenteilnehmerin ist eine österreichische Legende, die ‚Jazz-Gitti’.


01.09.2006:


Ich besuche eine Geschenkmesse in Salzburg. Anna Pieringer und Dieter Ehrengruber suchen gemeinsam mit Herbert Denk passende Artikel aus. Wir sind froh, Herbert Denk mit dabei zu haben; ihm hat der Tierschutz so viel zu verdanken.

An drei Ausstellungsständen werden Spielzeug-Katzen aus echtem Fell angeboten. Die Händler beschwichtigen uns tröstend, es handele sich nur Kaninchenfelle, aber leider ist das nicht so. Dieses Spielzeug ist aus gehäuteten Katzen in China hergestellt worden. Längst wäre ein Einfuhrverbot für diese Art Felle notwendig, denn jährlich werden rund 2 Millionen davon importiert.

Am Abend bespreche ich mit Herbert Denk seine Pläne für ein ganz besonderes Tierheim vor den Toren Passaus.

   
© Copyright 2016 Gut Aiderbichl GmbH | Johannes Filzer Strasse 5, 5020 Salzburg, Österreich | info@gut-aiderbichl.com