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Tagebuch aktuell
Highlights aus dem Tagebuch von Michael Aufhauser - neu vom 12.12.2007

ARCHIV:   2007: Jan, Feb, Mär, Aug, Sep, Okt, Dez
2006: Jan, Feb, Mär, Apr, Mai, Jun, Jul, Aug, Sep, Okt, Nov, Dez
  Februar 2007


27.02.2007:


Ein Mutterschaf mit Zwillingen macht uns große Sorgen. Es hat eine Euterentzündung und Rico fährt mit ihm sofort in die Paarhuferklinik nach Wien. Gott sei Dank – einem der Kleinen ging es schon ziemlich schlecht. Ich bin froh und dankbar, gute und kompetente Ärzte an der Seite von Gut Aiderbichl zu wissen. Trotzdem geht mir manchmal durch den Kopf, wie viele Tiere stationär in den verschiedenen Kliniken stehen und was das kosten wird.

Am Abend fahre ich mit Hans Wintersteller und Rico Fernando nach München. Das 5-Sterne-Hotel Mandarin Oriental feiert das Chinesische Jahr des Schweins. Das findet nur alle 60 Jahre statt. Mit von der Partie sind zwei Schweine von Gut Aiderbichl. Wir machen eine kurze Präsentation. Schweine sehen ist in der heutigen Zeit nur noch an ganz wenigen Orten möglich. Bitte lesen Sie meine Kolumne „Das Jahr des goldenen Schweins“ aus der tz.

25.02.2007:


Während der gestrigen grandiosen Geburtstagsfeier traf ich viele Freunde, wie Karl Schermann, Ulli Schmidt, Joachim und Tommy Fuchsberger, Nina Ruge u.v.m. Heute kommt die Gastgeberin Claudia Graus mit ihrem Mann und 30 Gästen des Vorabends auf Gut Aiderbichl. Sehr oft höre in letzter Zeit, „Ich habe mir das anders vorgestellt. Nicht so groß und nicht mit so einem ideellen Hintergrund!“

24.02.2007:


Freunde einer Freundin, die mich heute Abend zu einer Geburtstagsfeier in Fuschl eingeladen hat, besuchen Gut Aiderbichl. Darunter auch die Schauspielerin Suzanne von Borsody.

22.02.2007:


Wenn ein Pferd, ein Rind, ein Schwein oder eine Ziege lahm geht, dann ist es ganz besonders wichtig, dass man sich die Klaue oder den Huf anschaut. Findet man dort nicht die Ursache, muss man nach Verletzungen suchen. Durch eine Öffnung der Haut können Bakterien bis zum Knochen dringen. Wenn der Knochen von Bakterien beschädigt ist, ist es meist zu spät. Heute verlässt uns der kleine Ziegenbock Fritz in Richtung Paarhuferklinik der Universität in Wien. Er wurde operiert und jetzt können wir nur hoffen, dass er es schafft. Die Operation verlief zufriedenstellend. Über den Berg ist er allerdings noch lange nicht.

16.02.2007:


Hans Wintersteller fährt heute von Salzburg Richtung Freiburg und nimmt in München den Regisseur Günter Knappe mit. Heute werden wir die zwei Esel Paul und Trixi sowie die Ziege Else abholen. Die drei Tiere sind das Opfer eines Tierquälers, insbesondere die Ziege Else. Sie sind nicht in Sicherheit, denn ihr Stall liegt nicht in der Nähe eines Wohngebietes.

Ein weiteres Sorgenkind ist der Eber Max in Bayern. Er kam zu uns mit einem Beinproblem, wurde vor einigen Tagen geröntgt und das Ergebnis ist, dass man ihm möglicherweise nur helfen könnte, indem man ihm das Bein abnimmt. Seine Pfleger wissen, dass er sich sehr fürchtet, wenn er den Stall verlässt. Wir können ihm nicht erklären, dass er einen wochenlangen Aufenthalt in der Tierklinik auf sich nehmen müsste, um wieder schmerzfrei zu sein, aber dann ohne Hinterlauf. Außerdem geht es ihm so schlecht, dass er seit zwei Tagen nichts mehr zu sich nimmt, auch kein Wasser. So beschließen wir, auf Anraten der Tierärzte und der Tierklinik, ihn friedlich einzuschläfern. Er hat nichts gespürt und war umgeben von seinen Artgenossen.

13.02.2007:


Die Mitarbeiter in Salzburg und einige Mitarbeiter vom Gut halten ein Referat zum Thema Kostenreduzierung im Salzburger Büro. Sie haben sich jede einzelne Rechnung des letzen Jahres vorgenommen, und es ist sehr interessant, wie unterschiedlich die Professionisten (Lieferanten, Handwerker, Tierärzte…) ihre Rechnungen stellen. Wir lernen nie aus.

Gemeinsam mit Christian Dutz und Holde Sudenn beginnen wir mit unserem Periodikum, einem 26-Seiten Heft, das Sie, wenn Sie Förderer oder Mitglied sind, zugeschickt bekommen.

Wie immer verzichten wir auf die grausamen Bilder aus unserem Archiv und vertrauen darauf, dass unsere Leser sich mit dem, was wir schreiben befassen.

10.02.2007:


Erich Schumann, der Hauptinhaber der WAZ-Gruppe, ist vor kurzem gestorben und heute besuche ich eine Gedenkmesse in Anif bei Salzburg. Dazu hat mich seine Lebensbegleiterin Hedi Wenzel eingeladen. Erich Schumann (Senator), sah die Entwicklung von Gut Aiderbichl sehr wohlwollend. Seine Zeitungen und Illustrierten haben Aiderbichl, besonders zu Beginn als es notwendig war, intensiv begleitet. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.

09.02.2007:


Am Abend fahre ich nach München, dort wird, wie jedes Jahr, von der tz die Kulturrose verliehen. Die Feierlichkeiten finden in diesem Jahr im Büro der Redaktion statt. Alles ist sehr professionell organisiert. Ich treffe viele Freunde und bevor ich nach Salzburg zurückfahre, nehme ich noch ein Getränk im Bayerischen Hof, nichtsahnend, dass dort Angela Merkel und Wladimir Putin ein Treffen haben.

08.02.2007:


Heute erfahre ich aus der Zeitung, dass die Frächter, die die Tiere aus Estland nach zum Salzburger Schlachthof Bergheim gebracht haben, freie Fahrt haben. Sie dürfen ohne Folgen für ihr Tun, Salzburg wieder verlassen. Es fehlt jede gesetzliche Grundlage, sie dafür zu strafen, dass sie 65 Rinder geschunden und gequält haben. Das Fleisch der geschlachteten Rinder, im Übrigen, verlässt ebenfalls Salzburg mit einem Kühlzug und wird dort hingebracht, wo die Rinder herkamen – nach Estland. Wenn Sie diese Nachricht so entsetzt, wie mich, dann besuchen sie doch einfach einmal Gut Aiderbichl und schauen Sie sich unsere Rinder an. Durch die liebevolle Haltung haben Sie sich uns Menschen gegenüber wieder geöffnet. Sie stehen Hunden und Katzen in nichts nach. Sie geben ihre Gefühle und ihre Beobachtungen genauso wieder, und sehnen sich nach nichts mehr, als dass man ihnen ihre Ruhe lässt und sie nicht schlägt, anbindet und quält.

Als ich vor einigen Wochen kurz davor war, nach Griechenland zu reisen, um arme Esel zu uns nach Aiderbichl zu holen, rief mich in der Nacht die Eselretterin Judy an. Das sei jetzt nicht mehr möglich, denn einer ihrer Esel soll eine gefährliche Krankheit haben und das Schlimmste steht zu befürchten. Ich setzte mich sofort mit unserem Pferdearzt in Verbindung und mit dem zuständigen griechischen Tierarzt. Der griechische Tierarzt beruhigte mich, noch seien es Gerüchte. Wenn sich der Verdacht jedoch bestätigt, dann müsse man den griechischen bzw. dem europäischen Gesetz entsprechend, die Maßnahmen einleiten, die vorgeschrieben sind. Unter Umständen kann das die Quarantäne für die Auffangstation bedeuten, die Tötung des erkrankten Tieres, oder sogar die „Keulung“ des gesamten Bestandes. Mir hat Judy unendlich Leid getan. Also schickte ich einen Aiderbichler Mitarbeiter nach Griechenland, der eine Blutprobe in ein Düsseldorfer Labor brachte. Mir ging es in erster Linie darum, bevor die Behörden weitere Schritte unternehmen, mir ein eigenes Bild zu schaffen und vor allem die große Tierschützerin Judy Quinn möglicherweise zu beruhigen. Der Bluttest kam heute zurück und das Ergebnis war negativ. Also ist jetzt schon einmal klar, dass es sich um ein Gerücht handelt. Trotzdem machen die Behörden vor Ort zurzeit entsprechende Tests an allen Tieren und die Zitterpartie ist noch nicht ganz beendet.


 

07.02.2007:


Paul Kaiser und ich fahren nach Wien. Dort bin ich mit dem ORF–Unterhaltungschef Edgar Böhm verabredet. Gemeinsam mit Uschi Stiedl sprechen wir über zukünftige Sendungen. Noch darf ich nichts verraten, aber ich glaube, weiteren Plänen steht nichts im Wege. Uschi Stiedl und ich genießen ein Mittagessen, dann besuche ich noch zwei Professionisten und treffe mich mit Helmut Schödel im Wiener Cafè Eilles. Schödel ist noch nicht da, und so nehmen Paul Kaiser und ich am Katzentisch Platz, der für Raucher reserviert ist. Der Kellner spricht mich zwar mit Namen an und bittet um einen Eintrag in sein Autogrammbuch, aber es bleibt beim Katzentisch. Kaum betritt Schödel den Raum, dürfen wir am schönsten Eck des Cafés Platz nehmen und rauchen. Das ist Wien mit seinen Künstlern – unbestechlich. Künstler haben eben immer den Vorrang. Helmut Schödel liest uns sein neues Theaterstück vor und es ist zum Niederknien. Fast eine Stunde liest er und man bleibt bei ihm, ohne an irgendetwas anderes zu denken.

Paul Kaiser wird im nächsten Jahr 10 Jahre bei mir beschäftigt sein. Er ist sehr fleißig und widmet sich Aiderbichl Tag und Nacht. Jetzt hat er ein paar Tage für seine Kinder gehabt, aber wir sprechen wieder über Aiderbichl. Er kann nicht so leicht wie ich damit umgehen, dass man, wenn man Erfolg hat, viele Neider hat. Ich versuche, ihn zu beruhigen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass wir im letzten Jahr einem Bombardement von Schwierigkeiten und Mühseligkeiten ausgesetzt waren – trotz der vielen positiven Erlebnisse. Eine dreijährige Steuerprüfung, eine Lohnsteuerprüfung, eine Prüfung durch den Amtstierarzt, der von anonymen Anschreiben sprach, vom Gewerbeamt…..

Trotz des großen Erfolges der Aiderbichl-Idee muss man immer wieder bedenken, dass das Projekt noch meiner persönlichen Unterstützung bedarf. Ohne die drei Millionen Euro, die ich in den letzten zwei Jahren privat eingelegt habe, hätten wir es nicht geschafft. Was Paul dabei so aufregt, ist, dass es Menschen gibt, die im Zusammenhang von Gut Aiderbichl von Kommerz sprechen, oder von Hobby, oder von Medienwahnsinn.

Nach etwa zwei Stunden habe ich ihn wieder bei guter Laune und motiviert weiter zu machen. Wir sind nicht auf der Suche nach Gerechtigkeit für uns, sondern verfolgen einen Weg, von dem wir überzeugt sind, dass er der Beste ist, unseren Tieren zu helfen. Auf dem Weg überholen wir die Produzentin Mucky Degn auf der Autobahn. Sie war ebenfalls in Wien und ebenfalls mit einem Projekt von Gut Aiderbichl. Ich glaube, wir sind nicht zu stoppen.


03.02.2007:


Der griechische Esel Marko liegt im Stall und es geht ihm sehr schlecht. Ich fahre sofort auf das Gut und der Tierarzt Manfred Arnetzeder trifft mich dort. Die Mitarbeiter stehen oder knien um den Esel herum. Keine Chance, sagt Dr. Arnetzeder. Er hat sich hingelegt zum Sterben. Sie mögen mich für sentimental halten, aber was ich jetzt schreibe, stimmt, ohne eine Silbe der Übertreibung. Als Dr. Arnetzeder die Beruhigungsspritze ansetzt, läuft die größte Träne, die ich je gesehen habe, aus dem Auge des Esels seine Wange hinunter. Ich sehe dieses Tier vor meinem geistigen Auge über 30 Jahre lang im Dienste des Menschen Oliven schleppen. Ich sehe die Ratlosigkeit, die er gehabt haben muss, als er verstoßen wurde. Aber auch den glücklichen Moment, als er bei uns ankam und die Spaziergänge, die er mit den anderen Eseln täglich auf Gut Aiderbichl machte. An dieser Stelle empfinde ich Dankbarkeit all denen gegenüber, die uns helfen, das alles möglich zu machen. Ganz friedlich schläft er ein.

Aber der Tag, der so traurig begann, ist noch nicht zu Ende. Ob ich noch unter dem Eindruck des Erlebten gestanden habe und ob es etwas damit zu tun hat – ich fühle mich elend. Ich mache einen Termin für Montag für eine Untersuchung. In der Nacht erreicht mich der Anruf der völlig verzweifelten Anna Pieringer. Unserem kleinen Neuling „Seppi“ ging es seit 24 Stunden schlecht und sie ist mit einem Mitarbeiter in die Klinik nach Wien gefahren, „Seppi“ sollte diese Nacht nicht überleben. Wir haben seinen kleinen Körper zur Untersuchung in die Pathologie gegeben. Ich denke da an letztes Jahr, als wir über ein Dutzend kleine Schweine auf Gut Aiderbichl hatten. Ein Drittel von ihnen ist in den ersten Monaten gestorben. Die Untersuchungen ergaben Merkmale, die durch Überzüchtung entstehen. Eines der Schweine hatte keine Schädeldecke, ein anderes ein viel zu kleines Herz. Der Preis, den die Tiere zahlen, wenn sich der Mensch in die Natur einmischt, ist hoch und steht in keinem Verhältnis zum Vergnügen, das Zwerggeschöpfe uns bereiten. Hier sei noch einmal erwähnt, dass Schweine, besonders Minischweine, keine Haustiere sind und dass sie niemals Hund und Katze ähnlich eine lebenslange Beziehung zum Menschen als wünschenswert betrachten. Wenn sie älter werden, dann möchte sie das tun, was ihnen die Natur mitgegeben hat: Brut- und Nestpflege betreiben, Fressen und Schlafen.

 

02.02.2007:


Wie jedes Jahr besuchen wir die Nürnberger Spielwarenmesse.

Am Abend bin ich mit Dieter Ehrengruber in Linz bei der Galanacht des Sports. Über 3000 Menschen. Mein befreundeter Gastgeber und seine Frau stellen sich als perfekte Tänzer heraus und ohne bewerten zu wollen - besser als der anwesende Bundeskanzler von Österreich.

   
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