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Highlights aus dem Tagebuch von Michael Aufhauser - neu vom 12.12.2007

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  Januar 2006


31.01.2006:


Dienstag, 31.01.
Dienstag ist so ein Tag mit richtig viel Bürostress. Unsere Steuerberater und unsere Geschäftsführer treffen sich zu einem Strategiemeeting und während des stundenlangen Gespräches wird mir bewusst, dass es ebenso viele Stunden braucht, das Besprochene zu verarbeiten.....
Montag, 30.01.
Der Tag beginnt mit einem sehr erfreulichen Anruf. Ein großer deutscher Buchverlag möchte noch rechtzeitig vor Weihnachten die tz-Kolumnen in Buchform auf den Markt bringen. Die Kolumne ist u.a. dadurch aufgefallen, daß sie nicht pessimistisch ist. Ich freue mich wahnsinnig darüber, da die vergangenen Tage sehr stark von der Pressearbeit geprägt waren. Die Medienarbeit ist zwar wichtig für unsere Popularität, läßt aber wenig Spielraum dafür, unsere Gedanken ‚rüberzubringen’. Das gelingt allerdings sehr gut in der neuen tz-Serie „Akte Tier“, die jetzt jeden Mittwoch in der tz eine ganze Seite hat. Hier geht es weniger um Philosophisches, dafür aber um viel Wissenswertes. Anhand von Geschichten und Fällen erfährt der Leser einiges, von dem er bisher nichts wußte. Lesen Sie heute die neue "Akte Tier" vom 01.02.2006 "Mein Fuchs als Gewissen"
Die Tagespresse berichtet über die Verleihung des „Silbernen Pferdes“ und über meinen Publikumsbesuch bei „Wetten dass“ und der anschließenden Feier.
Sonntag, 29.01.
Wir haben Probleme mit unserer Heizung und so verlagern wir das Sonntagsgeschehen aus der Halle in das Wohnhaus auf Gut Aiderbichl. Ich übernehme selbst eine Führung und wir haben riesigen Spaß. Es hat sich herumgesprochen, dass Gut Aiderbichl ein Geheimtipp für diejenigen ist, die die Stille dieser Jahreszeit genießen möchten. Und obwohl wir natürlich nicht die Besucherzahlen vom Weihnachtsmarkt erreichen, sind zahlreiche Gäste auf dem Gut. Vielen ist in der Weihnachtssendung aufgefallen, daß das Gut doppelt so groß ist wie im Vorjahr. Die Sonne, der schöne Ausblick und die märchenhaften Schneegebilde sorgen für beeindruckte Besucher.
Die Redakteurin eines Magazins besucht mich für ein Interview, Mag. Sabine Standenat. Wir finden schnell einen Draht zueinander.
Am Abend habe ich noch ein Personaltreffen. Wir besprechen, wie Eunike Simon jetzt an der Stelle von Anita Körner, die uns aufgrund ihrer Schwangerschaft bald verlassen wird, vorgehen wird.
Kaum jemand erahnt, an was da so alles zu denken ist.
Samstag, 28.01.
Herr Eder, mein privater Tierpfleger und Pflegevater vieler Hunde, kann nicht über Gedränge in seinen Räumen klagen. Da sind Baby, Floppy, Tilly und Touli, Arco….und trotzdem hilft er mir immer weiter, wenn Not am Mann ist.
Alexandra Oetker kennt einen Hundebesitzer, der sich in einer schwierigen Lage befindet. Durch eine Trennung sind ihm Haus und Hund geblieben, aber sein Arbeitsplatz liegt 150 km weit weg. Die Hündin heißt „Brösel“ und ist 10 Jahre alt. Als hätte sie es geahnt. Bei ihrem Antrittbesuch in meinem Privathaus umwirbt sie eifrig die nicht sehr leicht zu gewinnende Floppy Jelinek und den grantigen Benny. Jetzt darf sie bei uns bleiben, wenn das Herrchen nicht daheim ist. Gestern Nacht hat sie schon bei Herrn Eder im Bett geschlafen und geschnarcht.
Wie ergeht es anderen Hunden in so einer Situation? Ich will es mir nicht ausmalen und versuche lieber, individuellen Tierschicksalen zu einem glücklichen Ende zu verhelfen. Aber es werden täglich mehr Hilferufe und insbesondere sind es die armen Pferde, und deren Besitzer sind mit ihren Anfragen ultimativ und rigoros. Sie sagen von vorne herein, dass sie keinen Cent besitzen und ….
Deshalb danke ich allen, die sich entschieden haben, Pate, Förderer, Mitglied oder Good Card Inhaber von Gut Aiderbichl zu werden.
 
Am Abend fahre ich in die Salzburg Arena zu „Wetten dass“. Die Aiderbichlerin Gabi spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Zusammen mit der Aiderbichlerin Uschi bekomme ich sehr gute Plätze durch ihre Vermittlung und außerdem eine Einladung zur Aftershow-Party. Ich befinde mich in Begleitung von Alexandra Oetker und Dieter Ehrengruber. Nicht, dass ich meine Freizeit grundsätzlich in Live-Sendungen oder Aufzeichnungen verbringe, aber Thomas Gottschalk hat sich an verschiedenen Stellen sehr engagiert für uns eingesetzt, und so ist es mir ein Vergnügen, ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Alles läuft wie am Schnürchen und ich staune nur so, mit welcher durchdachten Struktur und Akribie jeder weiß, wo er zu stehen hat, und wie Tausende von Scheinwerfern in die richtige Richtung gedreht werden. Obwohl ich ja Einiges mitbekommen habe in diese Richtung, bin ich voller Bewunderung für die Professionalität.
Bei der Party später treffe ich Freunde und schließe wichtige Bekanntschaften für unsere Sache. Es wird sehr, sehr spät, ich glaube nach drei.
Freitag, 27.01.
Ich habe mich mit Hans Beierlein im Bogenhausener Hof in München verabredet. Ich fahre alleine und mir geht so vieles durch den Kopf. Obwohl ich als Kind wirklich nicht verwöhnt wurde und eigentlich eine vernünftige Erziehung genossen habe, gab es eine lange Phase in meinem Leben, in der ich pseudo-verwöhnt war. Das hat vielleicht mit dem gesamten Falschbild in der Industrie zu tun. Ich war in Amerika zu Erfolg gekommen und genoss ein Leben, das ich heute eher als „gaga“ bezeichnen würde. Herr Kaiser erinnert mich manchmal daran, wenn wir Eimer schleppen oder den Hundedreck vom Hof weg machen. Er erzählt mir dann von der Zeit, als er noch in meinem Haushalt beschäftigt war. Damals war es undenkbar, daß ich ein Auto selber lenke und schon gar keines, das nicht blitzsauber bereitsteht. Heute beschämt es mich, dass ich mich damals so aufgeführt habe und mich dabei so weit vom richtigen Leben entfernt hatte.
Warum ich darüber nachdenke? Es gibt ein Straßenstück auf der Salzburger Autobahn, an dem  gebaut wird, so lange ich diese Autobahn kenne. Ich befürchte, dass die Gemeinde ihre Radarfalle schon im Jahresbudget mit einbaut. Dort werde ich meistens geblitzt, und weil ich einen deutschen Führerschein habe, musste ich mich einmal schon einen Monat lang von ihm trennen. Es sind die Blitzlichter, sie sind wie Erinnerungslichter, die mein neues Leben begleiten und ich glaube, heute war ich wieder mal dran.
Mit Hans Beierlein führe ich die interessantesten Gespräche. Ich genieße diese stillen, gemeinsamen Essen und vor allem die Kreativität und Neugierde meines Gesprächspartners.
Dann gehe ich in den ‚Bayerischen Hof’ zur Rezeption. Der Chef der Rezeption kennt mich gut, weit über dreißig Jahre lang, noch von der Rezeption eines anderen Hotels, in dem ich jahrelang wohnte. Ich nehme mir ein Tageszimmer und spaziere ein wenig durch München. Nicht weit vom Bayerischen Hof bin ich in die Schule gegangen. Beim Bankhaus Aufhäuser habe ich als Zwanzigjähriger mein erstes Konto eröffnet in der Hoffnung, dass mir mal ein großer Betrag überwiesen wird, was natürlich nie geschah. In der Theatinerstrasse, wo jetzt die ‚Fünf Höfe’ sind, saß ich so oft beim alten Böttner zum Mittagessen, oder auch im Franziskaner. Als ich noch Reiseleiter war, habe ich oft das Café Glockenspiel besucht, das es aber mittlerweile nicht mehr gibt
Nach kurzen Ausruhen ziehe ich mir den bereits wieder knapp werdenden Smoking an. Ulli Schmidt kommt auf mein Zimmer und bindet mir im Würgegriff die Fliege um den Hals und wir treffen dann die Michels und Alexandra Oetker. Aber das Beste des Abends ist, daß ich einige Mitarbeiter zum ‚Ball der Equipage’ eingeladen habe und sie extra aus Salzburg anreisen, alle  in schönen Abendroben, dunklem Anzug und Smoking. Entgegen meinem Ruf bin ich kein Ballgänger, aber der heutige Ball hat etwas Besonderes, denn ich habe das „Silberne Pferd“ wie angekündigt entgegengenommen.
Die Veranstalter haben sich wirklich viel Mühe gegeben. Als ich höre, dass ein Andalusischer Hengst im Saal auftreten wird, kommen mir große Bedenken. Die Geräusche, die Galerien – Pferde haben Angst vor Geräuschen, die von oben kommen. Als allerdings Andrea Kahn mit ihrem ‚Dorito’ in die Mitte des Saales reitet, merke ich, dass es dem Pferd sichtlich Freude bereitet.
Später treffe ich dann Andrea und wir führen ein langes Gespräch. Sie wird nach Gut Aiderbichl kommen, genauso wie Olympiasieger Dr. Michael Baumann, der ebenfalls den Ehrenpreis erhält.
Bei der Tombola gewinne ich noch ein Pferdewachs und mit der ebenfalls erschienenen Nicole Brühl sprechen wir über ihr neues Kinderbuch – ein Buch über Biggy, unser Hausschwein. Gemeinsam mit Alexandra Oetker und Dieter Ehrengruber fahre ich dann zurück nach Salzburg, gefolgt von Hans Wintersteller, seiner Frau und Paul Kaiser. Sie werden von der Polizei gestoppt. Hans Wintersteller hat entgegen seiner Ankündigung eine ganze Flasche Wein getrunken und läßt deshalb seine Frau fahren, die nur an zwei Gläsern genippt hat.
Und jetzt kommt der Hammer: Bei ihr werden knapp unter 0,5 Promille festgestellt, und der durstige Wintersteller, der freiwillig den Test macht, nur 0,3. Alexandra Oetker erklärt mir, dass durch die Hormone eine Frau viel stärker auf Alkohol reagiert als ein Mann. Jetzt verstehe ich überhaupt nichts mehr, auf jeden Fall fährt anschließend Herr Wintersteller das Auto nach Salzburg zurück.
Donnerstag, 26.01.
In Vorbereitung für die Sendung „Wetten dass?“ besucht uns ein sechsköpfiges ZDF-Team. Unsere Tiere sind auch mit dabei und die Mitarbeiter des Teams sind erstaunt, wie nahbar und kontaktfreudig sie sind.
Beruhigt stelle ich fest, daß es dem kleinen Schweinchen Kevin, das an Arthrose leidet, wieder besser geht.
Ich führe ein langes Gespräch mit Anita Körner. Sie erwartet ein Baby und wird nicht mehr lange auf Gut Aiderbichl sein. Wir sind den Tränen nahe, vor Freude und vor Wehmut.
Anschließend habe ich ein Meeting mit den Pferdewirten und den Mitarbeitern von der Landwirtschaft und wir besprechen, wie es weitergeht. Die Position von Anita Körner wird von unserer Pferdewirtschaftsmeisterin Eunike Simon übernommen.
Es ist kalt, minus 15 Grad.
Mittwoch, 25.01.
Messevorbereitungen für Linz und viele Meetings. Gott sei Dank haben wir ein kompetentes Team im Büro, denn mich selbst machen diese ganzen Zahlenlisten völlig verrückt.
 
Dienstag, 24.01.
Ich besuche meinen Hausarzt in seiner Klinik, meine Lunge wird noch einmal geröntgt. Mein Arzt ist nicht gerade beeindruckt, fängt aber klugerweise nicht mit der üblichen Leier an, was das Abnehmen und das Aufhören mit dem Rauchen betrifft. Ich bekomme neue Medikamente und hoffe, daß bald alles wieder in Ordnung ist.
 
Montag, 23.01.
Die Fahrt nach Leipzig hat ihre Spuren hinterlassen, ich bin angeschlagen und mache mich an die Weihnachtspost und packe Weihnachtsgeschenke aus. Ich bin wie immer gerührt darüber, daß es so viele Menschen gibt, die der Sache von Gut Aiderbichl nahestehen. Unter all den schönen Gedichten, Gemälden und Stickereien finde ich auch so manchen Brief, in dem Menschen mir ihr schicksalsreiches Leben schildern.
 
Sonntag, 22.01.
Auf dem Marktplatz von Deggendorf treffe ich mich mit Andreas Merkl, der aus Nürnberg angereist kommt und mit Mitarbeitern von Gut Aiderbichl, denen ich den Hof und die Gegend zeigen möchte. Nach einem interessanten Meeting beschließen wir noch, zum Mittagessen ins Nachbargasthaus zu gehen, danach fahren wir zurück nach Salzburg. Ich habe noch einige Termine, die ich auf Gut Aiderbichl wahrnehme, bin aber völlig erschlagen und gehe relativ früh ins Bett.
Samstag, 21.01.
Ich habe wie ein Stein geschlafen und begebe mich um 8 Uhr in den Frühstücksraum des Hotels. Dort erwartet mich mein Freund Prof. Hademar Bankhofer. Er ist in Deutschland glaube ich noch bekannter als in Österreich und hat vierzig interessante Bücher über gesunde Ernährung geschrieben. Wir schmieden einen gemeinsamen Plan für ein Aiderbichler Club-Sandwich, von Prof. Hademar Bankhofer kreiert.  
Anschließend treffe ich Dieter Ehrengruber und wir fahren gemeinsam zu Ariane- Film, um dort mit Freunden zu sprechen und Pläne zu machen für den Welttierschutztag. Nach einem kurzen Lunch mit Gina Göss fahren wir weiter nach Eichberg (bisher Hengersberg genannt) zu Aiderbichl Bayern. Wir kommen durch riesige landwirtschaftliche Gebiete und ich träume davon, eines Tages einen Platz mit außergewöhnlich großen Dimensionen für Tiere in einem Gebiet wie diesem zu schaffen. Am Abend essen wir gemeinsam mit Margit und Bernd Funda in einem entzückenden Gasthaus zu Fuße des Aiderbichl Bayerns. Ich traue meinen Augen kaum, als ich die ungewöhnlich niedrigen Preise auf der Speisekarte sehe. Der Wirt hat auf einer Kommode im Vorhaus ein gerahmtes Bild von Aiderbichl aufgestellt. Es liegt viel Schnee. Wir fahren gemeinsam auf den Egerer-Hof (Aiderbichl Bayern) und besuchen Raum für Raum. Eine Katze lebt dort seit dem Tod von Hatto Egerer. Ihr muß ziemlich langweilig sein und ich freue mich, daß bald wieder Leben ins Haus kommt. Der umsichtige Bernd fährt vorne weg und wir checken in einem Hotel ein, den Nachtdienst an der Rezeption macht eine Tierschützerin, Frau Dotterweich. In ihrer Begleitung unter dem Rezeptionstisch liegt ein geretteter Hund. Sie selbst ist gerade vertieft in ein Buch über Pferdehaltung. Sie möchte Missstände aufdecken bei einer Gruppe von Pferden, die schutzlos dem rauen Klima überlassen ist. Weil sie deshalb vorgeladen ist, macht sie sich während ihrer Dienstzeit fachkundig. Was würden wir tun, wenn es solche Menschen nicht gäbe?
Freitag, 20.01.
Ein langes Hin und Her, ob ich von München aus nach Leipzig fliege oder nicht. Wie so oft rettet mich Dieter Ehrengruber, indem er sich anbietet, mich mit dem Auto zur Gala der Sendung ‚tierisch, tierisch’ zu fahren. Die Fahrt dort hin verläuft problemlos, von der ehemaligen Zonengrenze ist nichts mehr zu sehen. Ich bin seit dem Mauerfall diese Strecke nicht mehr mit dem Auto gefahren und erinnere mich an früher: Was haben wir uns früher anstellen müssen, Zwangsumtauschen und jetzt – nichts mehr davon. Ich freue mich darüber.
Trotzdem scheint wenig los zu sein im ehemaligen Osten. Das wird mir bewusst, als wir durch Leipzig fahren. Auf den herrlichsten Altbauten prangen Banner „Zu verkaufen“, „Zu vermieten“ etc. Diese Gebäude sollen ja auch alle abgerissen werden, wie ich schon einmal in meiner Kolumne in der tz erwähnt habe, insgesamt  sollen über 2000 alte Bauwerke zerstört werden. Ich kann mich wenig erwärmen für schlechte und kalte Architektur, wie sie ja heute überall entsteht. Mittlerweile bin ich sogar bereit, Nierentische und DDR-Bauten schön zu finden – sie haben noch Charme und strahlen anderes aus als die seelenlosen Glaskästen, die die Vögel beim Fliegen irritieren. Geschmacklich konnten wir unseren Mitbürgern im Osten wirklich nicht viel beibringen, denke ich. Die Altbauten haben es mir wirklich angetan, mit ihren schönen Fenstern und Verzierungen. Aber ich sehe nur noch einige Fragmente, die man retten könnte. Wenn niemand mehr diese Häuser möchte, was bleibt dann anderes übrig, als die Abbruchbirne zu bestellen?
Das Hotel, in dem ich untergebracht bin, ist zwar neu, aber im amerikanischen Sinne sehr sehr komfortabel. Die Angestellten im Hotel sind offensichtlich Absolventen einer guten Hotelschule und außergewöhnlich freundlich. Ich beeile mich mit dem Umziehen und fahre schnell ins MDR-Studio. Dort herrscht große Aufregung, denn anläßlich von 500 Folgen der Sendung ‚tierisch, tierisch’ findet eine Abendgala statt. Eine gelungene Mischung aus Magazin, Show, prominenten Gästen, vielen Tieren und Musik.
Gleich zu Beginn treffe ich Wolfgang Apel und seinen Sekretär Herrn Schröder. Er kann sich besonders glücklich schätzen, weil ihm die Firma Freßnapf heute einen Scheck in Höhe von 129.000,- € überreicht. Wolfgang Apel ist, wie Sie sicher wissen, langjähriger Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und hat viel bewegt in seiner bisherigen Amtszeit. Sein Wissen ist enorm und ebenfalls seine Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen, die der Sache dienen. Ich treffe Claudia Ludwig, die ungekrönte Königin der Tiervermittlung, gleich bei zwei Sendern. Sie arbeitet als Moderatorin der Sendung ‚Tiere suchen ein Zuhause’ für den WDR und als Redakteurin beim Hessischen Rundfunk für die Sendung ‚Herrchen gesucht’. Ein echter Höhepunkt: Ich entdecke Gina Göss, die WDR-Redakteurin der Erfolgssendung ‚Tiere suchen ein Zuhause’. Sie hat zwei kleine Kinder und schafft es trotzdem, eine unterhaltsame Sendung mit den spannendsten Themen auf die Beine zu stellen.
Die Aufzeichnung der Gala mit Uta Bresant ist äußerst professionell und könnte auch problemlos im Ersten gesendet werden. Anschließend treffe ich Hans Beierlein, der mir mit manchem guten Rat zur Seite gestanden hat in den vergangenen Jahren. Wir verabreden uns für später in München.
Um ein Mineralwasser zu trinken, sitze ich noch eine Zeit lang in der Bar. Dort treffe ich Matthias Reim, der mir von seinem Zuhause auf Mallorca und seiner tierlieben Frau erzählt.
Donnerstag, 19.01.
Helmut Berger gibt anlässlich des 100. Todestages von Lucino Visconti ein Interview auf Gut Aiderbichl, aber ich bin zu krank, um lange dort zu bleiben. Außerdem erwarten mich unsere Mitarbeiter beim Gersbachwirt zur alljährlichen „Weihnachtsfeier“. Obwohl es sehr gemütlich ist und alle guter Dinge sind, bleibe ich nur kurz.
Mittwoch, 18.01.
Heute erscheint in der tz ein Interview, das ich vor kurzem gegeben habe. Ich stelle fest, daß ich durch das Kranksein mehr Zeit habe, nachzudenken und dementsprechend auch nachdenklichere Antworten gebe. (siehe Titelgeschichte "Akte Tier")
Obwohl es nicht besonders vernünftig ist, fahre ich zu einer kleinen Besichtigung der neuen Hofstallungen nach Aiderbichl - und bin sehr zufrieden. Ich lache über unsere Stuten, besonders Sternchen und ihr Fohlen Trixie. Als berüchtigte „Zicke“ schlägt sie übermütig gegen die Boxenwand, dieses Signal gilt Hilde, der Ziehmutter von Lori. Zum Glück halten die stabilen Arbeiten des Schreiners solche Attacken aus. Danach besuche ich das Ziegenböcklein Jimmy und ein operiertes Schaf, beide sind aus der Klinik in Wien zurückgekehrt. Sie sehen mit ihren rasierten Bäuchen (von der Operation) schrecklich aus, aber es geht ihnen wieder gut, selbst Hägar, der in Wien kastriert wurde.
Unsere Rinder lieben es offensichtlich warm: Draußen sind es –17 Grad, aber im Gegensatz zum letzten Jahr halten die Rinder sich lieber im Stall auf, bei 1 Grad Temperatur.
Zusammen mit Christian Dutz und Dieter Ehrengruber mache ich mich auf den Rückweg, und, um der Kälte zu trotzen, gönnen wir uns ein Abendessen in einem gemütlichen Lokal.
Dienstag, 17.01.
Ein Wunder der Technik ist bei mir Zuhause eingezogen: Die Sicherheitsvideoanlage von Gut Aiderbichl. Vor mir steht ein riesiger Bildschirm und ich kann von Salzburg aus alle Tiere sehen. Kevin, das Schwein zum Beispiel. Es konnte wegen seiner schweren Arthrose nicht mehr laufen und wird zwölf Tage lang stundenweise mit einem Gerät der Firma PST behandelt. Ich verfolge per Bildschirm, wie es am 8. Tag alleine aufsteht und bin sprachlos. Noch andere Tiere profitieren von dieser Behandlung und ich beobachte die Erfolge auf der Videoanlage.
Was ich nicht über den Bildschirm erfahre: Unsere Ex-Mitarbeiterin Maureen, die schwer an Arthrose leidet, meldet eine starke Verbesserung durch diese Behandlung. Also gibt es Hoffnung bei Arthrose für Menschen und Tiere.
Montag, 16.01.
Heute wollte ich eigentlich in Eichberg/Deggendorf sein. Aber selbst mit einem starken Antibiotikum fühle ich mich nicht besonders gut. Also bleibe ich notgedrungen, aber vernünftigerweise Zuhause und erledige so viel wie möglich am Schreibtisch.
 Sonntag, 15.01.
Ich erlebe alles aus der Ferne, weil ich durch die Krankheit zum Haushüten verdonnert bin . Die Ferienmesse in Wien, bei der ich eigentlich dabei sein wollte, ist vorbei. Unsere Mitarbeiter sind vorerst mit dem Ergebnis zufrieden. Ich freue mich, dass nicht einer der vielen Besucher an unserem Stand fragte: Aiderbichl, was ist das? Jeder kennt Gut Aiderbichl.
Ganz nebenbei erfahre ich von unserem Team, daß nicht nur die Busfirmen Ausflüge gebucht haben – der Grund, warum wir uns auf der Messe präsentieren. Es haben sich auch 80 neue Förderer und Paten gefunden!
Es läuft also auch ohne mich ganz prima und jeder ist ersetzbar – und das ist gut so, denke ich beruhigt, wenn mich mein Hausarrest wieder allzu sehr wurmt.
Samstag, 13.01.
Ausruhen und ein bisschen Büroarbeit – damit geht es mir heute gut. Ein Freund, Franz Neumayr, hat heute Geburtstag und feiert auf Gut Aiderbichl – zu seinem Entsetzen den 40.
Ich setze mich ins warme Auto, wechsle nach der Fahrt zum Gut in die warme Halle auf Aiderbichl und gratuliere ihm. Er hat nicht nur die schönsten Fotos von Tieren und dem Geschehen auf Gut Aiderbichl gemacht, sondern ist auch ein richtiger Freund. Nach einer halben Stunde fahre ich wieder zurück. Günther, der früher Butler und Gärtner war, begleitet mich. Er bringt mich mit seiner witzigen Art immer wieder zum Lachen und bester Laune komme ich Zuhause an.
Freitag, 13.01.
Offensichtlich liebe ich den Krankenstand. Bin frei von Terminen und kann in Ruhe meine eigenen Tiere wahrnehmen und mich mit ihnen beschäftigen. Katze Minka zum Beispiel, die völlig apathisch zu mir kam. Sie lebte jahrelang im Zimmer einer schwer kranken Frau und hat sich hier prächtig entwickelt. Mit anderen Katzen hat sie nichts am Hut, nur Hündin Lucy darf in ihre Nähe.
Lucy wird nach München gebracht, dort wird sie an den Schleimbeuteldrüsen operiert. Als sie zurück kommt, wirkt sie noch etwas benommen, hat aber alles gut überstanden.
Kater xxx wird in die Augenklinik gebracht und operiert. 12 Pferde sind krank und brauchen besondere Pflege, und so geht es den ganzen Tag.
Wenn ich schreibe, frage ich mich oft, ob Sie, liebe Leserinnen und Leser, wirklich an alldem interessiert sind. Vieles wiederholt sich. Manches ist Routine. Dann erfahre ich von einem Mitarbeiter, dass 680.000 Menschen im Monat Dezember das Tagebuch gelesen haben. Diese Information reicht mir, um weiter zu machen.
Donnerstag, 12.01.
Eine neue Herausforderung, und die kommt von der Münchner Tageszeitung ‚tz’: Ab dem 18.1. erscheint wöchentlich die Seite ‚Akte Tier’, die in meine Hände gelegt wurde. Vor allem die tz hat es sich zum Ziel gesetzt, täglich über Tiere und deren Schicksale zu berichten –  eine Verantwortung im Sinne der Menschlichkeit, die Chefredakteur Karl Schermann und sein Team sehr ernst nimmt.
So gehört es nun auch zu meinen Aufgaben, gemeinsam mit der tz zu recherchieren, zu überprüfen, zu bewerten. Es ist uns wichtig, die jeweiligen Themen anders zu präsentieren als auf herkömmlichen Tierseiten. Lesen Sie also mindestens zweimal pro Woche, am Samstag und am Mittwoch, zu unserem Thema in der tz. Die Zeitung ist auch außerhalb Bayerns zu beziehen, ich selbst erhalte sie täglich ins Haus, ansonsten bekommt man sie auch bei Zeitschriften-Traffiks in Salzburg.
 Mittwoch, 11.01.
Eine traurige Schlagzeile heute in Österreich: In einem kleinen Ort namens Mauerbach hat ein Vater vier seiner fünf Kinder grausam umgebracht. Kein Einzelfall, wie wir alle wissen. Der Vater flüchtete und hat dann Selbstmord begangen.
Dabei handelte es sich nicht um einen „erweiterten Selbstmord“ und auch nicht um eine Tat, die aus blinder Eifersucht oder kranker Liebe begangen wurde. Ein „Durchdreher“ würde man heute sagen. Ohne Hemmschwelle.
Umso wichtiger ist es in der heutigen Zeit, immer wieder an das Vermitteln von Werten zu erinnern.
Ich habe mich von meinen Mitarbeitern überreden lassen, zum Arzt zu gehen; er diagnostiziert eine beginnende Lungenentzündung, die ich jetzt behandle. Kevin ist mit Herrn Wintersteller in der Sonne spazieren gegangen, wie er mir berichtet hat. Wir legen gerade jetzt unser Augenmerk auf unsere Schweine, unsere drei kleinen Neuzugänge haben ihren Aufenthalt in der Box von Norman genossen. Es ist zwar kalt, aber sonnig.
Lucy, meine Hündin, musste an Drüsen operiert werden und während ich schreibe, bemüht sie sich erfolglos, ihren Halsverband zu entfernen.
Auf der Telefonliste sind viele Tierdramen aufgelistet. In der Regel rufe ich selbst an, wenn ich die Menschen erreiche. Manchmal klappt es nicht. Eine junge Dame will mir ihre zwei Pferde übergeben, sie habe sich schließlich lange genug um die beiden gekümmert (als sie noch reitbar waren). Geld habe sie keins und uns würde sie einen Tag mit 8 Stunden pro Monat irgendwie helfen. Zu einem zweiten Tag ist sie grundsätzlich nicht bereit. Zu schwer sei ihr Leben, sie müsse auch lernen und habe sonst auch immer Verpflichtungen. Ich versuche, sie wenigstens auf zwei Tage pro Monat festzulegen, da legt sie auf….
Dienstag, 10.01.
Minus 10 Grad,  mit meiner angehenden Erkältung traue ich mich gar nicht nach draußen. So erledige ich viel liegen Gebliebenes und bereite Unterlagen für die Ferienmesse in Wien vor.
 
Montag, 09.01.
Auf Gut Aiderbichl werden die Weihnachtsdekorationen und die Lebend-Tierkrippe abgebaut. Es kommen einige Gäste und mir macht es Spaß, ganz individuell auf sie einzugehen. Unser Sorgenschwein Kevin erholt sich dank unserer Mitarbeiter und geht mit mir eine dreiviertel Stunde spazieren. Mit den Mitarbeitern und der Holzbaufirma bespreche ich den Innenaufbau in der Halle, die bisher die Lebend-Tierkrippe war. Mich überraschen die Mitarbeiter. Sie sprechen über die Pferde wie über Menschen. „Sternchen ist eine Zicke, die müssen wir so stellen, dass sie der armen Hilde nicht die Boxenwand demoliert und Lazarus braucht endlich für sich und seine Topsi einen schönen Stall mit Paddock…“
Am Parkplatz finden wir drei Meerschweinchen in einer Kiste – ausgesetzt.  Eine Mitarbeiterin, an der mir sehr viel liegt, überlegt, von Gut Aiderbichl Abschied zu nehmen, das macht mich sehr nachdenklich.
 
Sonntag, 08.01.
Der letzte Tag unserer Weihnachtssaison. Ich bin froh und dankbar, dass wir unseren Besuchern einen Traum erfüllen durften und unseren Förderern und Paten das Gut so herrlich dekoriert präsentieren konnten. Dabei sind wir eigentlich am glücklichsten, wenn es uns gelingt zu zeigen, dass es unseren Tieren gut geht und dass wir Pioniere sind die Haltung armer Tiere betreffend. Alle Besucher waren besonders nett in diesem Jahr!
Andreas Merkl und seine Frau Hiltraut waren für einige Tage da und verabschieden sich heute. Viele Aiderbichlerinnen und Aiderbichler, die mir Gesellschaft geleistet haben, aber auch ehrenamtlich ihre Zeit investiert haben, um uns zu unterstützen, machen sich auf den Weg nach Hause.
Ich merke, dass es mir schlecht geht und lege mich mit einem Heizkissen ins Bett. Vorher gilt es noch etwas zu arrangieren. Unser Schaf Mistinguette fühlt sich sehr unwohl und wir schicken noch einen Hänger mit ihr, einer ebenfalls kranken Ziege und einem weiteren Schaf nach Wien in die Tierklinik. Dort kann ihr gleich nach Ankunft geholfen werden und die anderen werden einer Routinebehandlung unterzogen.
Samstag, 07.01.
Als ich in der Früh zum Gut fahre, stoppt mich ich eine Kolonne von Autos ab dem Golfplatz zum Gut hinauf vor. Ein Blechschaden in Gutsnähe erzeugt diesen Stau. Ich laufe zu Fuß zu den ersten Autos und die Autos fahren mir hinterher, denn ich kenne einen Schleichweg.
 Freitag, 06.01.
Heute kommt ein besonders armes Pferd zu uns. Der Mann einer Bäuerin ist gestorben. Kurz darauf eines seiner beiden Pferde (Haflinger) und nun steht der letzte Haflinger, eine Stute, seit Monaten im Stall. Keiner weiß mit ihr umzugehen. Die Bäuerin ruft mich an und bittet um Aufnahme der Stute Lizzy. Ich freue mich darüber, dass diese Bäuerin unsere Weihnachtssendung gesehen hat und auch den Mut gehabt hat, sich mit ihrem Anliegen an mich zu wenden. Das Pferd sieht nicht gut aus. Seit dem Tod ihres Partners hat sie kaum gefressen, erzählt mir die Bäuerin am Telefon. Sie selbst konnte nicht mitfahren, aber ein lieber Nachbar springt ein und opfert einen vollen Arbeitstag, denn sie kommen von weit her. Die Bäuerin übernimmt sogar eine Patenschaft für die Stute. Sie, ihr Nachbar und alle anderen, die involviert waren, haben der Stute dank Aiderbichl eine neue Chance geben können.
Donnerstag, 05.01.
Ein engagierter Aiderbichler und Freund von Dieter Ehrengruber meldet sich und nimmt Abschied. Er ist jung, nicht einmal 45 Jahre und es ging sehr schnell für ihn in den letzten Monaten. Kurz darauf stirbt er. Ihm hat Aiderbichl sehr viel gegeben. Ich tröste mich mit einem Anruf bei Friedel Grünthal. Sie sagt mir, Aiderbichl ist ein Ort, an dem man die Welt, so wie sie ist, für kurze Zeit akzeptiert.
Ich treffe mich noch mit den Merkls, die heute morgen angekommen sind.
Mittwoch, 04.01.
Paul Kaiser und sein Team resümieren: Über tausend Förderer sind Gut Aiderbichl in den letzten vier Wochen beigetreten. Einige neue Mitglieder versuchen, mir in Briefen und über Email ihre Freude darüber zu beschreiben, jetzt dazu zu gehören, etwas bewirken zu können. Viele sind froh, daß sie über die Unterstützung hinaus das Gut jederzeit besuchen können und zu jedem Winkel hier Zutritt haben. Solche Transparenz und Authentizität ist in der heutigen Zeit nicht häufig zu finden.
 
Dienstag, 03.01.
So viel Schnee wie an diesem Tag habe ich noch nie auf Aiderbichl gesehen! Trotzdem kommen 85 Besucher, um die wir uns richtig gut kümmern können. Außerdem haben wir Zeit, aufzuräumen. Dieter Ehrengruber kauft eine Schneefräse. Johann Wintersteller bringt mit der Mitarbeiterin Ina einige Hunde in die Tierpension.
Montag, 02.01.
Um ein Uhr früh gibt es Zuhause einen Fehlalarm und um drei Uhr ruft der verzweifelte Winterdienst an. Die Schneemenge ist Furcht erregend und es schneit weiter. An Schlaf ist nicht mehr zu denken.
Also setze ich mich ins Auto und hole die Mutter von Dieter Ehrengruber ab.  Sie ist Lehrerin und hat Ferien und will uns helfen, die Küche auf Aiderbichl auf Vordermann zu bringen. Auch einige Aiderbichler Angestellte fahren mit aufs Gut. Wir stellen uns wegen der Schneemassen und des Berufsverkehrs auf eine lange Fahrt ein, aber irgendwann kommen wir endlich an. Dort läuft der Betrieb ungestört und die Besucher genießen die Schneeidylle mit den Tieren.
Weil wir keine italienisch sprechenden Führer haben, zeige ich eine Gruppe von sechs Italienern das Gut. Ein Freund bringt Toni Schumacher mit, der sich Gut Aiderbichl anschauen möchte.
Im benachbarten Bad Reichenhall bricht das Dach einer Eissporthalle unter den Schneemassen zusammen.
Sonntag, 01.01.
Die Nacht ist entsprechend kurz, aber weil auf Aiderbichl alles prima läuft, bleibe ich bis mittags Zuhause. Rundherum werden die restlichen Böller verschossen und Lucy und Floppy erschrecken sich jedes Mal aufs äußerste. Ich stelle das Radio an und schließe die Jalousien, aber die Hunde reagieren nicht weniger schreckhaft, wenn es draußen kracht.
Am Nachmittag fahre ich auf das Gut, dort hat es getaut – ein Albtraum. Die Mitarbeiter sind, obwohl sie ja alle eine kurze Nacht hatten, sehr fleißig.
Eine Gruppe Chinesen beeindruckt mich. Ihr Wissen ist enorm und ihnen ist sehr klar, worum es hier geht. Einen der chinesischen Besucher kenne ich. Ich lernte ihn nach einem Konzert in Wien kennen und verwechselte ihn damals mit Lang Lang. Wir sprechen über die Mondbären und über die immer wiederkehrende Modeerscheinung, Hunde- und Katzenfelle bei Bekleidungsstücken zu verwenden.
Am Nachmittag erfahre ich, dass Karl Moik noch in der Nacht ins Krankenhaus gekommen ist.








   
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